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11. TOSTAN
– Eine Herausforderung für die Entwicklungstheorie? - Weibliche
Genitalverstümmelung im Kontext von Geschlecht, Kultur und postkolonialer
Kritik
A. Gender - Idee und
Konzept
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1. |
Vom Mauerblümchen
zum Straßenfeger - Geschlechtliche Gleichstellung als Querschnittsaufgabe
in Organisationen und Unternehmen |
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Klaus Schwerma, Andrea von Marschall, Berlin |
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Kritische
Würdigung und Geschichte von Gender Mainstreaming. Welche Chancen und
Risiken bringt Gender Mainstreaming mit sich? Birgt das Konzept die Gefahr
der Fortschreibung der Zweigeschlechtlichkeit, nicht aber deren Aufhebung?
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2. |
Genderforschung gleich Frauenforschung? |
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Willi Walter, Berlin |
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Ein
Plädoyer für die Beibehaltung der Männer- und Frauenperspektive.
Welche Gründe gibt es, Frauen und Männer getrennt voneinander zu
fördern? Warum ist Genderforschung nicht gleich Frauenforschung?
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B. Arbeit
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3.
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Teilzeitarbeit
- von einer geschlechtsspezifischen Arbeitsmarktfalle zu einer Brücke
für Männer und Frauen?
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Lena Hipp, Berlin |
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Die Regulierung von Teilzeitarbeit
hat in den vergangenen drei Jahrzehnten sowohl im Bezug auf die Quantität
als auch auf die Qualität von Teilzeitarbeit erhebliche Veränderungen
auf dem Arbeitsmarkt bewirkt. Ob sich daraus Vor- oder Nachteile für Frauen
und Männer ergeben, wird von der Autorin kritisch erörtert. |
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4. |
„Geld oder Leben“? -
Männliche Erwerbsorientierung und
neue Lebensmodelle unter veränderten
Arbeitsmarktbedingungen |
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Marc Gärtner, Vera Riesenfeld, Berlin |
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Das Forschungsprojekt "Work Changes Gender" der Katholischen
Fachhochschule für Sozialpädagogik Berlin untersucht im Auftrag der EU
die Bedeutung der Umbrüche auf den Arbeitsmärkten für die
Selbstkonzepte von Männern in fünf europäischen Ländern und Israel.
Dabei werden unter anderem die Gültigkeit hegemonialer Leitbilder von
Männlichkeit und deren ausschließlicher Bezug auf Erwerbsarbeit
hinterfragt. Was bringen diese Leitbilder für die
Geschlechterforschung und -praxis? |
C. Geld
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5. |
Mit
Gender Budgeting zum geschlechtergerechten Haushalt |
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Uta Kletzing, Berlin |
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Gender Budgeting ist ein unverzichtbares Element der Strategie des
Gender Mainstreaming. Es entwickelt Indikatoren für die Festsetzung
eines geschlechtergerechten Haushaltes. Weniger Eindeutigkeit besteht
jedoch bezüglich der Auswahl der Prämissen und den Erfolgsaussichten.
Wie kann geschlechtersensibel gehaushaltet werden? |
D. Gesundheit
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6. |
... Männer
sterben früher und auch Frauen haben Herzinfarkt ... Gesundheit und
Geschlechtsbezug |
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Brigitte Sorg, Berlin |
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Frauen erkranken anders als Männer.
Frauen unter 50 Jahren sterben häufiger als gleichaltrige Männer an Herzinfarkt,
obgleich diese häufiger und früher daran erkranken. Eine angemessene Versorgung
beider Geschlechter setzt wissenschaftliche Erkenntnisse über Männern
und Frauen voraus. Die bisherige Forschung in der Medizin und in den Gesundheitswissenschaften
ist bei Krankheiten, die Frauen und Männer betreffen, weitgehend geschlechtsneutral
oder am männlichen Krankheitsbild orientiert. Wie können geschlechtsspezifische
Verzerrungseffekte in Gesundheitsforschung vermieden werden? |
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7. |
HIV/AIDS
und Gender |
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Michael Ruf, Berlin |
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Wurde HIV/AIDS anfangs als Bedrohung für homosexuelle
Männer gesehen, sind heute weltweit Frauen und Männer gleichermaßen betroffen.
Inwiefern kann von geschlechtsspezifischer Gefährdung einer HIV-Infektion
die Rede sein? Wie muss die Kategorie Gender in die Präventionsarbeit
einbezogen werden? Wie zeigt sich die Implementierung von Gender in die
Bekämpfung von AIDS konkret in einer Institution wie der UNESCO? |
E. Erziehung/Bildung
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8. |
Gender im (Re)Konstruktionsprozess:
Perspektiven geschlechtsbezogener Bildung |
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Martina Busche, Berlin |
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Nach einem kurzen Überblick über das Feld
der geschlechtsbezogenen Pädagogik geht die Autorin auf Geschlechterkonstruktionen
unterschiedlicher Konzepte geschlechtsbezogener Bildung (mit Schwerpunkt
auf Jungenbildung) ein. Leitende Fragen dabei sind, wie die aktuelle Gender-Debatte
um Geschlecht und eine Kritik an binären Geschlechterverhältnissen in
Bildungsansätze einfließt und welche Transformationsprozesse durch die
Einbeziehung geschlechtskritischer Ansätze angeregt werden. |
F. Internationales
/ Entwicklungspolitik
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9. |
Gender:
Ein ökonomisch-technischer Begriff für politische Prozesse in der
Entwicklungszusammenarbeit? |
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Catrin Becher, Bonn |
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Die in den letzten Jahrzehnten sich global herausbildende
Frauenbewegung zeigt, dass die Frage nach Mann oder Frau auch über nationale
Grenzen hinweg an Bedeutung gewonnen hat. Trägerin dieser Thematisierung
und gleichzeitigen Vernetzung ist auch die bi- und multinationale Entwicklungszusammenarbeit,
über die Frauenförderung und Gender-Programme in den Partnerländern ausgetragen
werden. Im Zuge dieses Prozesses kommt es jedoch zu einer Entpolitisierung,
Technokratisierung und Bürokratisierung. Der Entwicklungsdiskurs und die
Entwicklungsrhetorik verwalten dann nur noch die Handlungen der AkteurInnen.
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10. |
Demokratisierung in Lateinamerika - Möglichkeiten zur Veränderung
alteingesessener Genderrollen? |
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Bettina Boekle, Berlin |
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Welche Rolle spielt Feminismus in Lateinamerika? Die Autorin geht
davon aus, dass sich im Rahmen der Demokratisierungsprozesse in den
letzten 20 Jahren nennenswerte Rechtsveränderungen für
lateinamerikanische Frauen ergeben haben. Dass diese aber nicht
unbedingt auch gesellschaftliche Rollenveränderungen bewirken und
deshalb politische Umsetzungsalternativen geschaffen werden müssen,
wird anhand der Arbeit von städtischen Gleichstellungsabteilungen in
Sao Paulo/Brasilien gezeigt. |
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11. |
TOSTAN
– Eine Herausforderung für die Entwicklungstheorie? - Weibliche
Genitalverstümmelung im Kontext von Geschlecht, Kultur und
postkolonialer Kritik |
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Daniela Hrzán, Berlin |
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Bezugnehmend auf den Paradigmenwechsel von rein frauenzentrierten
zu genderorientierten Ansätzen in der Entwicklungstheorie und im entwicklungstheoretischen
Diskurs, untersucht die Autorin, welcher Stellenwert traditionellen kulturellen
Praktiken, insbesondere weiblicher Genitalverstümmelung, zugewiesen wurde.
Dabei interessiert sie vor allem der Zusammenhang zwischen genderorientierten
Ansätzen und Ansätzen, die ausdrücklich Kultur thematisiert haben, sowie
feministische Stimmen innerhalb der postkolonialen Theorie. |
G. Kultur und Medien
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12. |
Mythos
"Femme fatale": Zur medialen Inszenierung weiblicher Leidenschaft
im Film |
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Stephanie Catani, Bochum |
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In Bezug auf die gegenwärtige Darstellung
erotischer Verführung und sexueller Libido im Medium Film sind häufig
deutlich geschlechtsspezifische Unterschiede zu verzeichnen. Das Kino
und sein Publikum präsentieren ihre offensichtliche „Schau-Lust“ an
der Figur der Femme fatale, die im Gegensatz zu ihrer männlichen
Gegenfigur, dem vielfach charmanten Don Juan, einer deutlichen
Dämonisierung unterliegt. Ein Blick auf die Geschichte der
Kinoleinwand vor dem Hintergrund der diesbezüglichen theoretischen
Debatte soll jedoch nicht nur die stereotypen Muster dieser
spezifischen Inszenierung von Weiblichkeit, sondern bereits erste
Schritte einer Relativierung der tradierten Bilder offen legen, welche
die unbestrittene Faszination des Mediums Film in keiner Weise
beschneiden muss. |
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13. |
Der
Einfluss des Faktors Geschlecht auf die Filmpräferenz |
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Johanna Vollhardt, Köln |
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Ausgehend von dem
empirischen Fund, dass Menschen jene Filme präferieren, in denen sie
sich aufgrund von Ähnlichkeiten mit der Hauptfigur identifizieren
können, wirft die Autorin die Frage auf, ob nicht die Darstellung der
Geschlechter im Film die Entstehung von Präferenzen beeinflusst. So
zeigen Studien, dass Sehpräferenzen sich ändern, wenn die Zuordnung
des Geschlechts der Hauptfiguren zu den Genres weniger stereotyp ist.
Dies wird als Hinweis auf die soziale Konstruktion von Präferenzen
gesehen.
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14. |
Der Cyberspace als
Spielwiese der Geschlechterkonstruktion |
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Vanessa Watkins, Lüneburg |
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Cyberfeminismus ist ein Label für einen genderbezogenen
Diskurs im Internet und erforscht die Überschneidungsbereiche zwischen
Genderidentität, Körper, Kultur und Technologie. Der Artikel setzt sich
mit der neuen Informationstechnologie kritisch auseinander. Cyberfeministinnen
erforschen das Potenzial der neuen Technologie, um stereotypen Geschlechtszuschreibungen
zu entgehen und weg vom Mythos der "männlichen" Technik zu kommen. |
H. Gender meets Race
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15. |
Sushi und Muskeln - zur
Intersektionalität von "Rasse" und "Weiblichkeit" |
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Anja Michaelsen, Berlin |
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Der Artikel geht der Frage nach, wie der "Boom", den
(ost)asiatisches Essen erfährt, aus einer kritischen und geschlechtersensiblen
Perspektive zu verstehen ist. Im Vordergrund steht die Verknüpfung von
Geschlechter- und Fremdheitsdiskurs, dem Begehren nach "Einverleibung"
des "Fremden" und der damit einhergehenden Sexualisierung desselben. "Exotisches"
Essen, so die These, ist konkrete Verkörperung und Metapher eines "globalisierten"
Begehrens, das nach wie vor einem hierarchischen Verhältnis zwischen "West"
und "Ost" entspricht. |
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16. |
'Gender
meets Race' im zeitgenössischen Hollywood-Film |
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Michael Ruf, Berlin |
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Spielfilme
liefern uns Wissen über Ethnizität, Kultur und Geschlecht. In ihrer feministischen
Filmtheorie propagierte Laura Mulvey, wie das Mainstream-Kino für einen
"männlichen Blick" gemacht ist. Ausgehend von diesem Ansatz zeigt der
Artikel die Begrenztheit einer reinen Gender-Analyse ohne andere Kategorien
in die Untersuchung mit aufzunehmen. Anhand konkreter Filmbeispiele wird
deutlich, wie sich Ergebnisse potenzieren, relativieren, umkehren oder
erheblich differenzieren, betrachtet man die filmischen Texte durch eine
Gender-Brille und hinsichtlich des Differenzmerkmals "Race". |
I. Gender - jenseits
von Heterosexualität
|
17. |
Versuche
der Eingrenzung von Grenzüberschreitungen männlich-weiblicher Erotik:
Bi-, Poly-, Multi-Sexualitäten |
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Dieter Dorn, Berlin |
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Eine heterosexuelle Sicht auf die Welt ist in vielerlei
Hinsicht einschränkend. Der Autor erläutert die Entdeckung bisexuellen
Verhaltens durch die Sexualwissenschaft. Der Artikel erläutert Konzepte
bi- und multisexueller Identitäten sowie die sich daraus ergebende geschlechter-politische
Bedeutung sexueller Identität. Ein einführender Artikel zum Thema "sexuelle
Orientierung", der klassische Konzepte der Sexualwissenschaft sowie neue
empirische Studien beinhaltet. |
J. Nachwort
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Rita Süssmuth |
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Frau Süssmuth bilanziert den Wandel der Geschlechterdiskurse in den
letzten Jahrzehnten und nimmt, ausgehend von ihrer langjährigen
Erfahrung, Stellung zu Artikeln des Sammelbandes. Sie nimmt eine
aktuelle Einschätzung politischer Prozesse und wissenschaftlicher
Diskussionen hinsichtlich Geschlechterfragen vor und blickt in die
(Gender-) Zukunft. |
Konzept zum Downloaden
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