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| Eine Frage des Geschlechts | ||||||||||
| --- Erscheinungstermin: 15. Juli 2004 --- | ||||||||||
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Einführung und Zielrichtung Das Geschlechterthema hat die Frauenförderecke verlassen, stattdessen "gendermainstreamen" wir. Während auf europäischer Ebene viel passiert ist, bestimmt in anderen Politikfeldern immer noch "Geschlechtsblindheit" das Geschehen. Ob Bildung, Arbeitsmarkt oder Gesundheit - Geschlecht macht eben doch einen Unterschied. Ist dieser dennoch wandelbar? Wandel als zentrales Motiv taucht in den Beiträgen des Bandes dabei nicht nur in der veränderten Thematisierung von biologischem versus sozial konstruiertem Geschlecht auf. Es bestimmt auch den Charakter der Begrifflichkeit Gender als thematisches Chamäleon, das sich je nach Betrachtungsweise und Kontext mal dynamisch, mal statisch erweisen kann. Gender kann feststehende Gesellschaftsstruktur und Kategorie sein, aber auch den Prozess eines permanenten "Doing" und "Undoing" Gender durch uns alle beschreiben. Heißt das, dass wir uns in einem unwandelbaren Dilemma befinden, dass sich vor uns eine "neue" Genderfalle, nämlich der Rückfall in die Kategorien männlich versus weiblich, auftut, wir also doch nur wieder eine alte Debatte neu beleben? Thematische Ausrichtung In diesem Band spüren Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler dem zeitlichen und kontextbezogenen Wandel von Gender in ihren Fachrichtungen nach, berichten von aktuellen Entwicklungen und blicken in die Zukunft. Dabei erörtern sie einerseits, welche Chancen der Blick durch die Genderbrille eröffnet, verdeutlichen dennoch aber auch, dass der Abschied von den lila Großmüttern oder die Geburt des neuen Mannes nicht alles ist, was Gender als Chamäleon an Überraschungen bereit hält. Der Band zeigt die Relevanz von Gender in den unterschiedlichsten Gesellschafts- und Politikbereichen: Arbeit, Finanzen, Gesundheit, Entwicklungszusammenarbeit, Kultur/Medien sowie die Überkreuzung von Gender mit anderen Sozialkategorien. Es gilt, die Geschlechtlichkeit von Problemursachen und Lösungsansätzen zu zeigen - gerade wo geschlechtsblinde Betrachtungen vorherrschten.
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